In den eigenen Kalender eintragen: https://ruhr.fau.org/events/bochum-film-jeder-acker-jede-fabrik/ical/
Wann:
09.09.2026 - 10.09.2026 – 18:00 - 20:00
Wo:
endstation.kino - Wallbaumweg 108, Bochum, Nordrhein-Westfalen, 44894, Ruhrgebiet
Beschreibung:
Der aktuelle globale Moment ist geprägt von einer klassischen Systemkrise: die Herrschenden wissen nicht, wie weiter, sie verwickeln sich in Spiralen von unsinnigen Kriegen, einem neuen Rüstungswettlauf und verzweifelten Versuchen, aus ausgelaugten Böden und grüngewaschenen Bull-Shit-Jobs noch soviel herauszuquetschen, dass sie keine offizielle Rezession verkünden müssen. Neue Technologien und Wissen werden für gesellschaftlich sinnlose oder zerstörerische Projekte verschwendet, während sich die Masse der Arbeiter*innen weiter auf Niedriglöhnen herumquälen. Die Zeichen stehen auf Zusammenbruch. Was wir brauchen ist eine kollektive Diskussion, wie wir nicht verzweifeln, sondern uns auf einen radikalen Wandel vorbereiten können.
Unser Ziel ist eine Gesellschaft, in der alle zusammen und bewusst entscheiden, wie wir unsere Ressourcen, unsere kollektive Arbeitskapazität und unser Wissen im Gemeinwohl aller und mit Rücksicht auf die Natur und kommende Generationen einsetzen können. Dies ist keine Hexerei oder Hippie-Utopie. Die Klassenbewegungen der Vergangenheit und ihre Theoretiker*innen haben uns einiges mit auf den Weg gegeben und als Klasse verfügen wir über ein enormes technisches und soziales Wissen – Wissen, das heute im privaten Unternehmensinteresse zerstückelt, monopolisiert und durch Patentämter bewacht wird.
Im Anschluss findet ein Filmgespräch statt. Zu Gast Johanna Schellhagen (Regie, Schnitt, Produktion) und Marco Bauer (Idee, Buch, Recherche). Die FAU Ruhr wird ebenfalls vor und nach der Veranstaltung für ein Kennenlernen vor Ort sein.
Inhalt:
Die Art und Weise, wie wir unser Leben produzieren, ist dumm, gefährlich und grausam. Es ist an der Zeit über eine Revolution nachzudenken, die die Gesellschaft grundlegend verändert.
Wir haben Genoss*innen in Spanien, Italien und Portugal zu ihren Erfahrungen in den revolutionären Momenten der 70er Jahren befragt. Wir haben mit Leuten gesprochen, die sich derzeit an Debatten über eine neue Produktionsweise beteiligen. Wir haben Dutzende Arbeiter*innen in systemrelevanten Branchen interviewt, um ihre Gedanken über eine fundamentale gesellschaftliche Transformation zu erfahren.
Ausgehend von diesem roten Faden der Geschichte, der theoretischen Vorwegnahme und der Alltagserfahrung stellen wir die Frage neu: was tun?
Hintergrund:
In “Jeder Acker, jede Fabrik” entwickeln wir aus all diesen Stimmen ein konkretes Bild davon, wie der Übergang in eine post-kapitalistische Gesellschaft aussehen könnte. – Für alle, die ihren Kopf nicht in den Sand stecken wollen.
Webseitenartikel beim Bahnhof Langendreer
Einlass: 18 Uhr

