Am 10.06. waren wir mit zahlreichen Unterstützerinnen, lauter Musik und Redebeiträgen ausgestattet in Castrop für einen Arbeitskampf unterwegs – der schon beim Aufbau erste Früchte trug, als der Arbeitgeber unsere Mitglieder beleidigte und bedrohte, sobald er auf sie aufmerksam wurde.
Schnell zogen wir jedoch andere Aufmerksamkeit auf uns, denn Menschen aus den umliegenden Betrieben wurden neugierig und solidarisierten sich mit uns, als wir ihnen die Lage erklärten: Einem unserer Mitglieder und zahlreichen seiner Kolleg*innen wurden nämlich tausende an Euros nicht ausgezahlt, nachdem sie aus halbseidenen Gründen gefeuert wurden.
Neben Musik von @social_bassline_theory / @aporia.music, zu der ordentlich getanzt, gefeiert und Seifenblasen versprüht wurden, gab es Redebeiträge vom betroffenen Mitglied, der FAU Ruhr, Widersetzen Bochum, dem ABC Ruhr und dem @hartz.cafe.do. Wir haben Stimmung gemacht gegen Ausbeutung bei der Arbeit (legale und illegale), Faschismus, Zwangsarbeit in Gefängnissen und beim Jobcenter.
Und auch, dass der Arbeitgeber mehrfach die Polizei wegen angeblicher Lärmbelästigung gerufen hat, konnte die Stimmung nicht schmälern. Wenn die Musik nicht lauter sein darf als die flatternde Zeltplane, dann wird halt spontan gesungen.
Wir konnten also nicht nur unsere Forderungen nach den ausstehenden Zahlungen laut und deutlich vertreten, sondern hatten auch dann noch Spaß, als der Chef mit seiner G-Klasse längst abgehauen war.

